
Ein Estoc ist ein spätmittelalterliches Schwert, das bei Turnieren und bei Schlachten zum Einsatz kam. Es hat eine besonders stabile Klinge, die es ermöglichen soll durch die Rüstung oder durch Lücken in der Rüstung zu stoßen.

Ein Estoc ist ein spätmittelalterliches Schwert, das bei Turnieren und bei Schlachten zum Einsatz kam. Es hat eine besonders stabile Klinge, die es ermöglichen soll durch die Rüstung oder durch Lücken in der Rüstung zu stoßen.

Diese französischen Duelldegen stammen aus der Sammlung eines schwedischen Fechtlehrers. Sie dürften zeitlich zwischen 1830 und 1900 einzuordnen sein.
http://hoeglund.org/vapen/vaerjor/duelepees.html
Er schreibt dazu:
As a fencing coach I can truly understand how these epees were used. They are just like modern sports epees when it comes to balance and weight. Of course they had a more lethal purpose, which makes it even more fascinating. The knowledge I teach as an epeemaster is really what the dueling gentlemen of those days needed to survive! That became very obvious when I first held these old epees in my hands
„Als Fechtlehrer kann ich wirklich verstehen wie diese Degen genutzt wurden. Sie sind gerade so wie moderne Sportdegen, was Ausgewogenheit und Gewicht betrifft. Selbstverständlich dienten sie einem mehr tödlichen Zweck, was es noch faszinierender macht.
Das Wissen, das ich als ein Degenmeister unterrichte, ist tatsächlich das, was die sich duellierenden Gentlemen der damaligen Zeit brauchten um zu überleben. Das wurde sehr klar als ich das erste Mal diese Degen in meinen Händen hielt.“
Bemerkenswert ist auch, das die Degen keine Glocken haben wie die heutigen Sportdegen, sondern relativ kleine Stichblätter so wie die heutigen Floretts. Das unterstützt meine Annahme, daß die frühen französischen Duelldegen direkte „Nachfahren“ des Hofdegens waren, der ja normalerweise auch keine Glocke hat sondern nur ein sehr kleines Stichblatt.
Die große Degenglocke der heutigen Sportdegen scheint mir auf die Abstammung vom italienischen Duelldegen zurückzuführen. In den romanischen Ländern Spanien, Portugal und Italien hat der Hofdegen nie richtig Fuß fassen können, sondern das Glockenrapier hat sich relativ lange gehalten.
Ein weitere Grund für die große Degenglocke dürfte die Tatsache sein, daß beim mehr sportlichen Fechten vermehrt zum Arm und zur Hand gestoßen wurde, die deshalb einen größeren Schutz bekam.

Eine interessante Schwertschmiede aus Texas.
Alle Schwerter sind Einzelstücke. Die Klingen werden aus „Wootz“, das ist eine Art Schmelzdamast, geschmiedet. In osteuropäischen Ländern wird diese Art des Damaszener Stahls auch „Bulat“ genannt.
Die Klingen dürften ziemlich hart sein. Normalerweise sind harte Klingen auch brüchig, aber wie man der Webseite entnehmen kann gibt diese Schmiede eine lebenslange Garantie auf die Klingen. Wenn eine Klinge bricht, schreiben sie, wird sie von ihnen repariert.
Das ist schon sehr gewagt.
Wie dem auch sei, empfehlenswert ist die Site allemal, die Fotos sind ein Genuß.
http://www.angelsword.com/european/european_home.php