Verletzung durch Schwert

Veröffentlicht in Bühnenkampf mit Tags , , , , am Mai 23, 2008 von estoc

So sollte man es nicht machen …. ein Stahlschwert im Gesicht zu haben ist nicht lustig.

Solche Unfälle passieren dann, wenn Leute sich zu sicher fühlen und unvorsichtig und unkonzentriert werden.  Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um historisches Fechten, Bühnenkampf oder Schaukampf wie auf diesem Video, handelt.

Die Personen auf demVideo vernachlässigen die elementarsten Regeln der Sicherheit, die für Bühnenkampf gelten. Es wäre besser wenn solche Menschen die Finger von Schwertern lassen würden.

Mit Sicherheit kein Sportfechten

Veröffentlicht in Bühnenkampf mit Tags , , am Mai 19, 2008 von estoc

Alte Fechtkunst

Das ist keine Aktion, die im Sportfechten erlaubt ist. Der  Einsatz der linken Hand gehört zu den historischen Fechtweisen.  Das Foto stammt von der Webseite des spanischen Fechtmeisters Jesus Esperanza.

http://www.maestrodeesgrima.com/capitan-alatriste.html

Er unterrichtet historisches Fechten und Bühnenfechten. Unter anderem war er an der Realisierung der Fechtszenen in dem Film „Alatriste“ beteiligt und hat die Darsteller unterrichtet.

Fechtjacken aus Baumwolle

Veröffentlicht in Zubehör mit Tags , am Mai 19, 2008 von estoc

Fechtjacke

Der Fechtausstatter „American Fencers Supply“ ist eine der letzten Stellen wo man noch Fechtjacken aus Baumwolle bekommt.

http://www.amfence.com/html/jackets.html

Baumwolle hat verschiedene Vorteile: Sie ist angenehmer vom Tragegefühl als Kunststoff und schützt besser gegen blaue Flecke. Nachteil: Sie trocknet nicht so schnell wie Kunststoff. 

Aus Sicherheitsgründen ist klar, daß Sportfechter ebenfalls keine Baumwolljacken benutzen sollten, denn sie entsprechen nicht den hohen FIE-Sicherheitsnormen.

Leider gibt es die Baumwollfechtjacken nur in der Form mit dem Steg. Viele klassische und historische Fechter wünschen sich Fechtjacken in der traditionellen Säbelform. So bleibt nur die Fechtjacken umändern zu lassen.

Französische Duelldegen

Veröffentlicht in Waffen mit Tags , am Mai 18, 2008 von estoc

Duelldegen

 

Diese französischen Duelldegen stammen aus der Sammlung eines schwedischen Fechtlehrers. Sie dürften zeitlich zwischen 1830 und 1900 einzuordnen sein.

http://hoeglund.org/vapen/vaerjor/duelepees.html

Er schreibt dazu:

As a fencing coach I can truly understand how these epees were used. They are just like modern sports epees when it comes to balance and weight. Of course they had a more lethal purpose, which makes it even more fascinating. The knowledge I teach as an epeemaster is really what the dueling gentlemen of those days needed to survive! That became very obvious when I first held these old epees in my hands

„Als Fechtlehrer kann ich wirklich verstehen wie diese Degen genutzt wurden. Sie sind gerade so wie moderne Sportdegen, was Ausgewogenheit und Gewicht betrifft. Selbstverständlich dienten sie einem mehr tödlichen Zweck, was es noch faszinierender macht.

Das Wissen, das ich als ein Degenmeister unterrichte, ist tatsächlich das, was die sich duellierenden Gentlemen der damaligen Zeit brauchten um zu überleben. Das wurde sehr klar als ich das erste Mal diese Degen in meinen Händen hielt.“

Bemerkenswert ist auch, das die Degen keine Glocken haben wie die heutigen Sportdegen, sondern relativ kleine Stichblätter so wie die heutigen Floretts. Das unterstützt meine Annahme, daß die frühen französischen Duelldegen direkte „Nachfahren“ des Hofdegens waren, der ja normalerweise auch keine Glocke hat sondern nur ein sehr kleines Stichblatt.

Die große Degenglocke der heutigen Sportdegen scheint mir auf die Abstammung vom italienischen Duelldegen zurückzuführen. In den romanischen Ländern Spanien, Portugal und Italien hat der Hofdegen nie richtig Fuß fassen können, sondern das Glockenrapier hat sich relativ lange gehalten.

Ein weitere Grund für die große Degenglocke dürfte die Tatsache sein, daß beim mehr sportlichen Fechten vermehrt zum Arm und zur Hand gestoßen wurde, die deshalb einen größeren Schutz bekam.

Backsword vs. spanisches Rapier

Veröffentlicht in Historisches Fechten mit Tags , am Mai 17, 2008 von estoc

Ein Kampf zwischen einem Rapierfechter der spanischen Schule gegen einen Fechter mit einem Pallasch oder Haudegen.

Die beiden sind Schüler der schottischen Fechtschule Mc.Donald Academy of Arms http://www.historicalfencing.org/Macdonaldacademy/index.htm

 

 

Angel Swords

Veröffentlicht in Waffen mit Tags , , , am Mai 16, 2008 von estoc

Rapier

Eine interessante Schwertschmiede aus Texas.

Alle Schwerter sind Einzelstücke. Die Klingen werden aus „Wootz“, das ist eine Art Schmelzdamast, geschmiedet. In osteuropäischen Ländern wird diese Art des Damaszener Stahls auch „Bulat“ genannt.

Die Klingen dürften ziemlich hart sein. Normalerweise sind harte Klingen auch brüchig, aber wie man der Webseite entnehmen kann gibt diese Schmiede eine lebenslange Garantie auf die Klingen.   Wenn eine Klinge bricht, schreiben sie, wird sie von ihnen repariert.

Das ist schon sehr gewagt.

Wie dem auch sei, empfehlenswert ist die Site allemal, die Fotos sind ein Genuß.

http://www.angelsword.com/european/european_home.php

 

Bühnenfechten zwei Beispiele

Veröffentlicht in Bühnenkampf mit Tags , am Mai 15, 2008 von estoc

Zwei Beispiele für unterschiedliches Umsetzen des Bühnenfechtens.

und ein Säbelduell, szenisch umgesetzt:

Schwierigkeiten bei der Rekonstruktion

Veröffentlicht in Historisches Fechten mit Tags , , am Mai 15, 2008 von estoc

Jeder der schon mal versucht hat anhand alter Fechtbücher die Fechtweisen vergangener Zeiten nachzuempfinden, kennt die damit verbundenen Probleme.

Die Schrift ist manchmal schwer zu entziffern. Man ist der Sprache nicht mächtig oder man kennt viele Ausdrücke nicht. Die Abbildungen sind mehrdeutig.  Es werden nur Standbilder gezeigt, aber der Weg wie die Fechter in eine bestimmte Situation gekommen sind bleibt unbekannt.

Je älter das Fechtbuch, desto schwieriger ist es meist. Auch weil die Art und Weise der bildlichen Darstellung, der Proportionen und Bewegungsabläufe, sowie das, was man wohl künstlerische Freiheit und Zugeständnisse an den Zeitgeschmack nennen kann, sich sehr von dem unterscheiden was wir heute gewohnt sind.

Es gab Zeiten, in denen legte man auf sehr realistische Darstellungen wert, in anderen Zeiten war die Darstellung mehr symbolisch oder zeigte starke Anpassungen an die damals gültigen Regeln für Illustrationen.

Weiterhin ist der Kontext eines Fechtbuches zu beachten. Hat hier ein Fechtlehrer für sich selbst oder für Fechtlehrerkollegen oder für fortgeschrittene Schüler Notizen gemacht?  Oder wollte hier jemand seine eigene Theorie veröffentlichen, um sich damit eine Art literarisches Denkmal zu setzen?  Oder handelt es sich um eine  Anleitung zum Selbststudium, was wohl in den seltensten Fällen zutrifft?

Auf jeden Fall wird in den meisten Fechtbüchern sehr viel Wissen beim Leser vorausgesetzt, daß wir heute nicht mehr genau rekonstruieren können. Vieles wird als selbstverständlich bekannt angesehen oder man ging davon aus, daß es in der Praxis vorgemacht wird und nicht durch das Buch zu erlernen ist.  Diese fehlenden Teile machen die Rekonstruktion historischer Fechtweisen so schwierig, weil einfach sehr viel Wissen verloren gegangen ist.

Was hilft, ist mit Sicherheit die fundierte Kenntnis anderer Kampfkünste, denn es gibt universelle Prinzipien des Kampfes. Erfahrung im Umgang mit diversen Waffen ermöglicht schon eine solide Beurteilung von dem was als Kampftechnik geht und was nicht geht.

Weiterhin sollte man unbedingt die aktuellen Fechtweisen kennen, denn sie stammen von den alten Fechtweisen ab, sind Weiterentwicklungen davon.

Der Austausch mit anderen, der Vergleich, das Gespräch und die Bereitschaft, eigene Ergebnisse immer wieder einer Überprüfung zu unterziehen, sollten selbstverständlich sein.

Was ist klassisches Fechten?

Veröffentlicht in Klassisches Fechten mit Tags , am Mai 15, 2008 von estoc

In den Vereinigten Staaten wird eine angeregte Debatte darüber geführt, was klassisches Fechten ist und worin es sich vom Sportfechten unterscheidet. Diese Diskussion war in mehreren englisch-sprachigen Internetforen zu verfolgen.

Es gibt verschiedene Vorstellungen:

  • Sportfechten ohne elektrische Ausrüstung, stattdessen mit einem mechanischen Kampfgericht
  • Fechten nur mit Waffen mit den traditionellen Griffformen, also nicht mit Pistolengriffen
  • Die Fechtweisen der Zeit von 1750 bis 1900
  • Die Fechtweisen der frühen Sportfechtzeit vor der Elektrifizierung, also ca. 1900 bis 1930
  • Fechten mit der Vorstellung, daß die Waffen scharf wären

Für Deutschland hat eine solche Diskussion nicht stattgefunden, da es hierzulande keine wirkliche Klassisch-Fechter-Szene gibt, so wie in den USA.  Vielmehr gibt es hier nur sehr wenige Fechter oder Fechtlehrer, die zwischen klassischem Fechten und Sportfechten unterscheiden.

Mit Sicherheit kann man sagen, daß klassisches Fechten die Basis ist für Sportfechten und für Bühnenfechten.

 

Beginn des Weblogs

Veröffentlicht in Aktuelles mit Tags , , , am Mai 15, 2008 von estoc

Hallo, hiermit beginnen wir das Weblog der Fechtschule Estoc.

Interessantes, Neuigkeiten, Gedanken und Ideen rund um Fechtsport und Fechtkunst sollen hier mitgeteilt und ausgetauscht werden.